Chat trotz WordPress, oder Jomaala Hosting

Wie Euch sicher bekannt ist, könnt Ihr wenn Ihr wie ich, Eure Website bei Streamplus gehostet habt, keinen Chat auf Euren Websites hochladen. Zwar werden im Internet sehr viele Chats angeboten, die sich kinderleicht mit einem Link in die Homepage einbinden lassen, aber der Brüller sind die nicht. Und sehr zu meinem Bedauern kann unser geschätzter Streamanbieter leider noch keinen Chat anbieten.  Da ich aber eine ungläubige Katze bin,  habe ich wochenlang getüftelt und ausprobiert. Nach unzähligen Versuchen und Verzweiflungsanfällen ist es mir gelungen, einen tollen Chat mit Admin, unbegrenzten Smilies, bannen, flüstern, privaten Nachrichten, und vielem mehr auf unsere Radioseite zu bekommen.Um das zu realiseiren benötigt Ihr einen Webspace, der FTP upload, MYSQL, PHP, und mindestens 100MB anbietet.  Solche Webspace werden sehr oft umsonst angeboten. Ein Webspace ist ein Server. Vergewissert Euch aber bevor Ihr Euren Chat irgendwo draufladet, daß dies auch erlaubt ist. Sehr viele Webspace gestatten kein Chathosting. Das hat damit zu tun, daß diese Dateien oft sehr groß sind.  Um herauszufinden,ob Chathosting gestattet ist, könnt Ihr einen ganz simplen Suchvorgang starten. Wenn Ihr auf der Hauptseite des Servers seid, dann drückt die Strg Taste und F. Dann geht ein Fenster auf. In das gebt Ihr einfach ” Chat” ein. Wenn dann erscheint, daß das Wort nicht gefunden wurde, habt Ihr grünes Licht.  Allerdings kann es Euch passieren, daß Ihr mehere Server ausprobieren müßt, bis Ihr dann den gefunden habt, der Euren Anforderungen gerecht wird. Bei mir waren es 7 Webspace. Lach.  Aber seht es sportlich. Bei jedem Server geht es schneller, da Ihr immer etwas lernt.

Jetzt ladet Ihr Euren Chat hoch. Achtet aber darauf, daß es sich um eine zip Datei handelt. Dann müßt Ihr die ganze Sache installieren. Das geht so:  Die Installation ist am einfachsten als root. Es ist aber auch möglich und sogar aus Sicherheitsgründen nicht verkehrt, unter einem beliebigen User die Datenbank zu installieren. Zu Beginn muss die Initialisierung der Basisdatenbanken in /var/mysql erfolgen. Dies erreicht der Skript  mysql_install_db.  Mit safe_mysqld wird der Dämon gestartet.

Damit Ihr Euren Server auch geregelt runterfahren könnt, gebt Ihr folgenden Befehl ein:  mysqladmin -u root shutdown

Jetzt solltet Ihr testen, welche Datenbanken Ihr eingeschaltet habt. Mit   mysqlshow bekommt Ihr alle bekannten Datenbanken angezeigt.

Als nächstes administriert Ihr Euren Server. Um ein root Passwort zu erstellen gebt Ihr folgendes ein: /usr/bin/mysqladmin  -u root “new-password” /usr/bin/mysqladmin  -u root  -h onyx.willemer.edu password “new-password”

Unter /etc/init.d/mysql wird der MYSQL Dämon über den ganz normalen Startscript gestartet. Das gebt Ihr dann folgendes ein:  /etc/init.d/mysql  start Auch könnt Ihr im Administrationsbereich z.B. die Benutzeroberfläche ändern, oder noch andere Benutzer eintragen.

Jetzt solltet Ihr Euch vergewissern, welche Datenbanken eingerichtet wurden. Dazu gebt Ihr folgenden Befehl ein:  mysql  -D  dbname -u user -p Jetzt werdet Ihr nach Eurem Benutzerpasswort gefragt. habt Ihr das eingegeben, könnt Ihr die üblichen MYSQL Befehle eingeben. Aber vergeßt auf keinen Fall am Ende der Zeile das Semikolon!!!!

Mit show databases; bekommt Ihr die eingerichteten Datenbanken angezeigt.

Weitere Kommandos sind: CREATE damit wird eine Datenbank angelegt. In dieser werden die Tabellen erzeugt. Mit DROP wird die Datenbank und alle ihre Tabellen gelöscht. Mit USE könnt Ihr die Datenbank wechseln.  Auch kennt MySQL den Befehl REPLACE, der eine Kombination aus DELETE und INSERT auf einer Tabelle mit einem UNIQUE KEY ist.

Um Textdateien zu importieren gebt Ihr ein:  LOAD DATA [LOCAL] INFILE ‘filename.txt INTO TABLE tablename [FIELDS [TERMINATED BY '\t'] [OPTIONALLY] ENCLOSED BY ” [ESCAPED BY '\\']]  [LINES TERMINATED BY '\n']  [(columnname [,columname]*)]

LOCAL bedeutet, die Textdatei steht auf dem Clienthost. Fehlt die Angabe, befindet sie sich auf dem Server. Bei letzterem ist der Import natürlich schneller.  Allerdings benötigt Ihr dazu die entsprechenden Berechtigungen.  Die oben angegebenen Optionen sind der Standard. Ohne Angaben erwartet MySQL also die Felder optionall durch Anführungszeichen begrenzt, aber durch Tabulatorzeichen getrennt und alle Zeilen durch ein Linefeed getrennt.

Für den Zugriff auf die MySQL-Datenbank sind folgende Typen wichtig:

MYSQL Handeln zu einer Datenbankverbindung  MYSQL_RES ist eine Anfrage, oder Ergebnistabelle   MYSQL_ROW ist eine Ergebniszeile

Ein C-Programm muss zun¨chst <mysql/mysql.h> einbinden. Beim Übersetzen wird  mysqlclient angehängt. Je nach UNIX-Version kann dies das explizite Einbinden der socket erforderlich machen.

Die Anmeldung und Abmeldung sollte mit kurzen klaren Schritten erfolgen. Es wird der Zielhost, der Benutzer und sein Passwort benötigt. Auch die Datenbank wird angegeben.

Das Einfügen von Daten kann wie alle SQL-Befehle, die keine Antwort brauchen ziemlich einfach gehandhabt werden, indem ein Ihr einfach String konstruiert, der an die Datenbank gesandt wird.

Richtig ins Schwitzen geratet Ihr,  wenn ein SELECT eine Menge von Datensätzen liefert. Die passen oft gar  nicht zu den satzorientierten Systemen und Programmiersprachen. Dementsprechend wird hier immer ein recht umständlicher Aufwand betrieben, um den Mengen von SQL zu genügen. Im Falle von MySQL wird zunächst ermittelt, Zeile für Zeile geholt und dann spaltenweise ausgewertet.

Wenn Ihr jetzt alles richtig gemacht habt, müßte Euer Chat laufen. Die Addi, oder URL Eures Chats braucht Ihr dann nur noch zu kopieren, und als Link auf Eurer Website einzufügen. Übrigens kann es Euch passieren wenn Ihr den richtigen Server gefunden, und Euch abgestrampelt habt bis der Chat endlich läuft, daß Euer Server dann für etwa 2-4 Stunden gesperrt wird. Viele Webspaceanbieter überprüfen die Server nach verbotenen Inhalten.  Aber mit einem harmlosen Radiochat habt Ihr nichts zu befürchten. In der Regel wird Euer Server wieder freigegeben.

Viel Spaß,

Eure DJ_Wildekatze

www.radio-megasound.de

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