Archiv für Juni 2010

Gedankensprung

Freitag, 25. Juni 2010

Nun soll aj die große und bürokratisch lahme GEZ es bald einfacher haben. Ab 2013 (gut, das sind noch zwei einhalb Jahre…) sollen die Gebühren nicht mehr pro Gerät sondern pro Haushalt – bzw. gestaffelt bei Betrieben – erhoben werden.
Über den „Sinn“ oder „Unsinn“ der Aktion und ob es sich nun um eine „Versteckte Gebührenerhöhung“ handelt oder nicht wird schon an anderer Stelle debattiert. Das werde ich mir hier also ersparen. (weiterlesen …)

Themensendung

Freitag, 25. Juni 2010

Themensendung

Es ist nicht ganz leicht, im Sommer die Hörer zu halten. Ich denke, da können alle Moderatoren ein Lied von singen. Man muss sich schon einiges einfallen lassen, um die Leute aus den Biergärten oder dem Garten zu locken. Eine Möglichkeit dafür sind Themensendungen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie

-          Specials mit einzelnen Interpreten

-          Genre-Sendungen (Jazz, Blues, Klassik)

-          Sendungen über ein bestimmtes Thema (Fußball oder über Länder)

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Akustische Genüsse und Bienenschwärme in den Ohren

Dienstag, 15. Juni 2010

Da ist sie nun – die WM. Sicher geht es den meisten Radiomachern auch so, dass die Hörerzahlen gen Null gehen, sobald das Wort Südafrika fällt. Und egal, ob man sich für die Fußballspiele der WM interessiert oder nicht: den Vuvuzelas entkommt man nicht.
Das drohende geschwirre eines Bienenschwarmes im Ohr mag sich der ein oder andere Radiomacher überlegen, wie er doch ein Programm gestalten kann um den ein oder anderen geneigten Zuhörer eine Alternative zu bieten. (weiterlesen …)

Wie wird man Internet-Radio-DJ?

Sonntag, 13. Juni 2010

Wie wird man Internet-Radio-DJ?

Nun, diese Frage stellen sich sicher einige Leute, die gerne Internet-Radio hören. Daher möchte ich Euch hiermit etwa erklären, wie man DJ bei einem Internet-Radio wird.

Ein Vorteil als DJ im Internet ist der, dass man vom eigenen PC aus sendet. Das heißt, man braucht nicht in einen Radiosender zu fahren. Damit das aber funktioniert, braucht der heimische PC aber einige Vorraussetzungen:

Das wichtigste ist natürlich das Internet. Und da ist ein Breitbandinternet das Minimum. Schließlich sendet ihr komplette Lieder, Eure Stimme und ihr empfangt auch viele Daten. Zum Beispiel wenn ihr Euch im Chat um eure Hörer kümmert, Musikwünsche annehmt etc. Zudem sollte euer PC auch technisch gut aufgebaut sein, damit das Sendeprogramm (der so genannte „SAM“) nicht abstürzt, wenn ihr Hörerwünsche erfüllen wollt.

Damit man euch auch hört, solltet ihr ein Mikrofon haben. Am besten eignet sich ein Headset, denn dann ist das Mikrofon immer gleich weit vom Mund entfernt, was zu einer besseren Sprachqualität führt, und für die Hörer ideal ist, weil eure Stimme immer die gleiche Lautstärke hat.

Was natürlich nicht fehlen darf ist die Musik. Damit ihr gut ausgestattet seid, und auch flexibel seid was die Musikrichtung angeht, solltet ihr mindestens 1000 Songs im MP3-Format auf eurer Festplatte haben. Ein Maximum an Liedern gibt es nicht, je mehr, desto besser. Aber achtet darauf, dass ihr Musik spielt, mit der ihr euch identifizieren könnt. Auch wenn ihr die Reaktionen der Hörer nicht mitbekommt, merken diese schnell, ob jemand sich mit der Musik auskennt die er spielt, oder ob er nur die Musik spielt, damit er seine Sendung voll kriegt. Ein Beispiel: Wer keinen Jazz mag, und ihn trotzdem spielt, wird ihn niemals gut rüber bringen. Außerdem „leidet“ ihr selber darunter, wenn ihr Musik spielt, die ihr nicht mögt. Zudem solltet ihr immer daran denken, dass es ein Hobby ist. Kaum ein Internet-DJ verdient Geld dabei. Die meisten machen es, weil sie Spaß an der der Musik haben, und diesen Spaß mit anderen teilen wollen. Aber dennoch gibt es eine weitere, sehr wichtige Komponente: Teamwork.

Ihr sendet zwar meist alleine, dennoch gibt es bei jedem Internet-Radio mehrere DJ´s und DJanes. Und wie in jedem Team gibt es auch dort Regeln. An die solltet ihr euch halten, denn nur wenn das Team harmoniert, werdet ihr auch viele Hörer und auch Stammhörer haben. Denn auch wenn ihr es nicht glaubt: Interne Querelen, Streitereien, Schuldvorwürfe, etc. bekommen die Hörer mit. Und dann ist es sehr schwer, diese Hörer zu halten, oder gar neue Hörer zu binden.

Also, wenn ihr Musik liebt, Zuverlässig seid und die technischen Vorraussetzungen habt, und euch die Arbeit eines/einer  DJ´s/DJane interessiert dann fragt einfach bei eurem Lieblings-Internet-Radio an, ob ihr das mal probieren dürft.

Und nun wünsche ich Euch viel Spaß, beim Senden!

Euer DJ TexMurphy / www.radio-diamonds.de

Golsse*: Recht Glossier!

Montag, 07. Juni 2010

Da will man doch nur Radio machen. Und nichts falsch dabei. Also: man möchte schon die Rechte Wahren und im Rahmen von Urheberrecht und Co einfach nur senden. Auf den Knopfdrücken und loslegen.
Um aber „auf der sicheren Seite zu sein“ blickt man doch in die große Welt des Internets. – Fragen wie: „Was ist public domain?“ – „Wie funktionieren die Creative Commons?“ – „Was bedeutet es nicht kommerziell zu sein?“ finden schnell eine Antwort. – Anders formuliert: es finden sich schnell Aussagen von unbekannten Zeitgenossen, die „so ungefähr das geschrieben haben“ was mir in den Kram passt.  Schon drücke ich wieder auf den Sendeknopf und weiter geht es.

Wagt man sich an eine tiefere Auseinandersetzung mit der zu klärenden Frage, schon findet man sich noch Tage später auf der x-ten Webseite wieder. Man liest den -gefühlten – tausendsten Artikel und die Antwort ist immer noch nicht in Sicht.
Selbst das Posten und Diskutieren in Foren bringt nicht die erwünschte Antwort. Auch hier findet ein Meinungsaustausch statt (aber bitte immer mit dem einen User, der mahnend erwähnt: „lasst uns mal wieder sachlich werden“). Darüber hinaus nutzen diese Forumsuser in der Regel ja auch einfach nur das Internet als Recherchequelle.

Wie kommt man also nun auf die Antwort?! – Selbst unzählige Emails an (so genannte) Fachstellen lassen entweder auf lange Antwort warten, oder aber ein freundlicher Hinweis, dass man „die gewünschte Antwort auch auf der Internetpräsenz finden könne“ lassen die Haare grau werden.

Um dann final den Overkill zu erleben kann man sich an einen Rechtsanwalt wenden. Hübsch bebilderte Emailanfragen zu einfachen Rechtsfragen werden hier schon mit dem Hinweis auf die Bearbeitungsdauer (3 bis 5 Stunden) und dem Stundensatz (200 bis 250 Euro) beantwortet.

Na, wenn es sich da mal nicht lohnt immer mit einem Bein am Mikrofon und mit dem anderem vor Gericht zu stehen.

Euer Team von Station Europe

* Eine Glosse ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag in einer Zeitung oder Zeitschrift. – sagt: wikipedia (hmm: muss ich nun auch noch die Autoren des zitierten Artikels nennen?! – Mist! Schon wieder ein Bein vorm Richtertisch!)

Streamripper

Mittwoch, 02. Juni 2010

Wir alle kennen sie mittlerweile bestens. Die Streamripper.  Das ist nicht nur nervend, sondern die nehmen den seriösen Hörern den Platz weg. Wir hatten teilweise pro Tag bis zu 900 Streamripper.

Was sind Streamripper?

Streamripper sind Programme, die Musiktitel bei Internetradios mtschneiden. Dabei ist es wurscht, ob sie jetzt bei Radio XY oder Fix und Foxi drauf sind.  Hauptsache, es gibt was zu saugen. Auch sind die sehr schwer zu erkennen, da das Programm mittlerweile nicht mehr gesondert bezeichnet wird, sondern ganz normal über Wini, oder Media Player einschaltet. Auch sind diese Ripper keine Hörer, sondern schalten automatisch aus, wenn Ihr während Eurer Sendung redet, oder Jingles laufen läßt. Dann habt Ihr plötzlich O Hörer. Die IP sperren nutzt in diesem Fall gar nichts, da die dann sofort wieder mit einer neuen auftauchen.

Wie rücke ich den Rippern zu Leibe?

Rechtlich ist da gar nichts zu machen, da es nicht verboten ist Internetradios mitzuschneiden.  Allerdings gibt es einige ganz simple Tricks. Wir bei Radio-MegaSound handhaben das mittlerweile so: Unsere Tags sind ausgeschaltet. Das bedeutet der Stream sendet keine Titel oder Interpreten mehr mit, sondern nur die Nummer, unter welcher der Titel im Auto DJ eingesetzt wurde. Damit können die Ripper nicht mehr erkennen ob ein neuer Titel läuft. Somit ist das Rippen schon mal reizlos, denn die wollen schon alles fix und fertig haben. Also, Titel und Interpret.  Auch haben wir unseren Auto DJ mit sehr vielen Jingles gefüttert, die unregelmäßig und zufällig rein quasseln. Desweiteren haben wir die Einstellung vorgenommen, daß jeder Hörer nach ca. 27 Minuten automatisch vom Stream fliegt, und dann wieder neu einschalten muß. Warum nach 27 Minuten?  Damit fliegt jeder in der Stunde mindestens 2mal vom Stream, und das Rippen wird noch reizloser. Bei Live Sendungen werden die Tags noch angezeigt, allerdings laufen auch da einige Jingles, und wir haben uns angewöhnt außer bei Musikwünschen, am Anfang, oder Mitte in die Titel reinzuquatschen.  Wir haben unsere Streamripper jetzt endgültig vergrault, und die Hörer haben wieder Platz.

Eine rippfreie Zeit wünscht Euch Eure

DJ Wildekatze

www.radio-megasound.de