Archiv für April 2011

Das Webradio als ungewünschtes Medium im Bereich der Creative Commons

Dienstag, 26. April 2011

Der Nutzer von Creative Commons lizenzierter Musik muss also belegen:

    • - wer ist der Komponist,
    • - der Texter,
    • - ist das Musikstück im Selbstverlag oder bei einem Musikverleger erschienen und
    • - den Namen des Künstlers (als Bearbeiter des Werks).

Wie soll dieses jedoch möglich sein? – Der Großteil der Musik wird per download im Internet angeboten. Auf den Plattformen und Künstlerhomepages (sofern vorhanden) findet man meistens einen Hinweis auf die Lizenzierung. – Lädt man ein komplettes Album herunter, so enthält diese meistens eine Textdatei mit einer Auflistung der Titel und dem Hinweis auf die Creative Commons Lizenz. Doch der Name des Künstlers, Komponisten, Autors, Musikverlages: keine Angaben.

Lädt man einen einzelnen Musiktitel herunter hat man in der Regel gar keine Informationen.

Es bleibt also erneut nur die Möglichkeit den Künstler direkt an zu schreiben um die benötigten Informationen zu erhalten. – Oder aber man erwirbt eine Zertifizierung für jeden Titel bei einem Plattformbetreiber; sofern er diese Möglichkeit anbietet und es eine entsprechende Zertifizierung gibt.

Und hier ist der kommerzielle und der nicht kommerzielle Anbieter eines Webradios in der Sackgasse. Aktuell gibt es kein Angebot um zertifiziert Musik abspielen zu können, die unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht wurde. Man kann für bis zu 3750€ pro Titel zwar diverse Zertifizierungen erwerben. Leider jedoch nicht für das simple Abspielen eines Musiktitels als genau solchen in einer Webradiosendung.

Jeder Betreiber eines Webradios begibt sich somit auf den unzertifizierten Weg als Multiplikator auf zu treten, der jedoch sehr schnell hohe Kosten und Strafen erwarten kann. Es sei denn, dass er die Möglichkeiten hat mit jedem Künstler in Kontakt zu treten und entsprechende Informationen zu bekommen; für jeden Musiktitel.

Welchen Aufwand dieses bedeutet kann man schnell überschlagen, wenn man davon ausgeht, dass ein kleines Musikarchiv um die 1000 Musiktitel haben sollte.

Kann oder will man diesen Aufwand nicht betreiben, so bleibt nur die Hoffnung, dass keine Verwertungsgesellschaft auf die Idee kommt ein Exempel zu statuieren um die Creative Commons Welt durch zu rütteln.

Es scheint so, dass den Lizenzieren und Zertifizieren nicht daran gelegen ist, dass das Webradio als Multiplikator genutzt wird. – Das scheint unklug, wo das Interesse der Zuhörer am Internetradio immer mehr wächst.

Kann es sein, dass die Creative Commons Lizenz als David gegen Goliath gedacht war, sich in der Praxis jedoch als babylonischer Turmbau herausstellt?

Beides wäre schade, da das Musikangebot im Creative Commons Bereich qualitativ und quantitativ dem der bekannten Verwertungsgesellschaften in nichts nachsteht.

Möge sich ein Lösung finden.

Das Webradio als ungewünschtes Medium im Bereich der Creative Commons

Freitag, 15. April 2011

Teil 1:

Creative Commons soll es Künstlern ermöglichen einfachen ihre Musik zu veröffentlichen und Nutzungsrechte ein zu räumen.

Ein einfacher und schöner Gedanke; Gerade wenn man die Musik als Hobby betreibt oder sich nicht einer großen Verwertungsgesellschaft anschließen möchte, wie zum Beispiel der GEMA. Der Komponist, Texter, Musiker wählt einfach aus dem Baukasten der Creative Commons seine passende Lizenz aus und veröffentlicht sein Werk dann.

Der Musiknutzer sieht sofort, unter welcher Lizenz der Beitrag veröffentlicht wurde und ob bzw. wie er den Titel nutzen kann.

Möchte der Nutzer diesen unter anderen Bedingungen verwenden, dann kann er sich mit dem Künstler in Verbindung setzen. Der Künstler behält trotz gewählter Lizenz die Möglichkeit auch individuell Rechte ein zu räumen. So kann er zum Beispiel einer Bearbeitung oder einer kommerziellen Nutzung zustimmen; auch wenn er dieses generell ausgeschlossen hat.

Soweit der schöne theoretische Gedanke, der in der Praxis immer komplizierter wird.

Mit dem Erwecken und Erwachen einer möglichen Kommerzialisierung beginnt das Modell immer verworrener zu werden.

Wurden bis Mitte 2010 noch viele Titel im kommerziell nutzbaren Bereich lizenziert, so findet hier eine Verschiebung in den kommerziell – lizenzierten Bereich statt. Ein Künstler, der sein Erstlingswerk zum Beispiel unter der Lizenz Namensnennung – keine Bearbeitung veröffentlicht hat wählt beim Folgewerk oft den Zusatz non comercial.

Dieses mag unter anderem mit der Umfimierung bei der größten Plattform jamendo (pro) zusammen hängen. Auch der Interessenwandel eines Plattformbetreibers mag ein Grund sein sich zu kommerzialisieren.

Sicher ist es auch nicht verwerflich, dass man mit seinem Angebot Geld verdienen möchte. Immerhin entstehen Kosten; einem Plattformbetreiber genau so wie einem Künstler. Das Betreiben einer Internetseite kostet bekanntlich Geld. Das Erstellen der Musikaufnahmen ist zeitintensiv und kostspielig.

Dann gibt es noch eine andere Seite, die die Verwendung erheblich erschwert: die großen Verwertungsgesellschaften und Interessenverbände wie GEMA oder die GVL.

In Deutschland ist alleine die GEMA-Vermutung ein großes Schreckgespenst ,wenn es um die Nutzung von Musik geht. Die GEMA-Vermutung besagt:

(…) Wer GEMA-freie Musik öffentlich aufführt oder gewerblich nutzt, muss, um Ansprüchen der GEMA zu entgehen, die Vermutung widerlegen, dass die genutzten Werke GEMA-pflichtig sind. Notwendig sind nach der bisherigen Rechtsprechung dafür die Nennung von Komponist, Texter, Bearbeiter und gegebenenfalls des Verlags, die an dem Werk beteiligt waren, auch dann, wenn es sich um ausländische Musik handelt. Kann die Sachlage nicht eindeutig geklärt werden, wird davon ausgegangen, dass die Musik nicht GEMA-frei ist, also zum GEMA-Repertoire gehört und somit entsprechende GEMA-Gebühren zu entrichten sind. (…) Quelle: wikipedia

Da geht noch mehr …

Sonntag, 03. April 2011

Es gibt viele Dinge, die im Webradioalltag geklärt werden wollen. Moderatoren tauschen sich aus, Themen wollen gemeinsam erarbeitet werden, Interviewpartner möchten tauchen Informationen mit dem Vorbereitungsteam aus und so weiter.

So vielfältig wie der Kommunikationsbedarf, genau so vielfältig sind auch die Medien, die man dafür nutzen kann. Als kostengünstige Version mit möglichst vielen verschiedenen Funktionen hat sich bisher bei uns skype erwiesen.

Neben der Einbindung des Mitmoderators während der Sendung kann man über dieses Angebot auch schnell Dateien verschiedenster Formate austauschen. Seit geraumer Zeit gibt es auch die Möglichkeit per Videogespräch seinen Kommunikationspartner zu sehen. Als kostenpflichtige Variante kann man auch Videokonferenzgespräche nutzen. Es ist also viel möglich und eine Frage der Kosten.

 

 

 

 

 

 

(Bildquelle: www.skype.com)

In der ganzen Weiterentwicklung ist uns eine Möglichkeit aufgefallen, die es in sich hat. Die Möglichkeit seinen Bildschirm frei zu geben. Es mag jetzt nicht so spektakulär klingen. Doch die Möglichkeit Konzepte, Grafiken oder ähnliches seinem Gesprächspartner zu zeigen – ihm diese jedoch nicht als Datei zur Verfügung zu stellen – hat Vorteile.

Mein Gesprächspartner kann visualisieren, was ich möchte. Er hat aber nicht die direkte Möglichkeit in die Dokumente einzugreifen. Bisher bekannt war mir diese Funktion nur in dem kostenpflichtigen Programm livemeeting.

Skype bietet hier im kostenfreien Segment eine gute Alternative an. Informationen zu den Dienst gibt es direkt bei skype.