Das Webradio als ungewünschtes Medium im Bereich der Creative Commons

Teil 1:

Creative Commons soll es Künstlern ermöglichen einfachen ihre Musik zu veröffentlichen und Nutzungsrechte ein zu räumen.

Ein einfacher und schöner Gedanke; Gerade wenn man die Musik als Hobby betreibt oder sich nicht einer großen Verwertungsgesellschaft anschließen möchte, wie zum Beispiel der GEMA. Der Komponist, Texter, Musiker wählt einfach aus dem Baukasten der Creative Commons seine passende Lizenz aus und veröffentlicht sein Werk dann.

Der Musiknutzer sieht sofort, unter welcher Lizenz der Beitrag veröffentlicht wurde und ob bzw. wie er den Titel nutzen kann.

Möchte der Nutzer diesen unter anderen Bedingungen verwenden, dann kann er sich mit dem Künstler in Verbindung setzen. Der Künstler behält trotz gewählter Lizenz die Möglichkeit auch individuell Rechte ein zu räumen. So kann er zum Beispiel einer Bearbeitung oder einer kommerziellen Nutzung zustimmen; auch wenn er dieses generell ausgeschlossen hat.

Soweit der schöne theoretische Gedanke, der in der Praxis immer komplizierter wird.

Mit dem Erwecken und Erwachen einer möglichen Kommerzialisierung beginnt das Modell immer verworrener zu werden.

Wurden bis Mitte 2010 noch viele Titel im kommerziell nutzbaren Bereich lizenziert, so findet hier eine Verschiebung in den kommerziell – lizenzierten Bereich statt. Ein Künstler, der sein Erstlingswerk zum Beispiel unter der Lizenz Namensnennung – keine Bearbeitung veröffentlicht hat wählt beim Folgewerk oft den Zusatz non comercial.

Dieses mag unter anderem mit der Umfimierung bei der größten Plattform jamendo (pro) zusammen hängen. Auch der Interessenwandel eines Plattformbetreibers mag ein Grund sein sich zu kommerzialisieren.

Sicher ist es auch nicht verwerflich, dass man mit seinem Angebot Geld verdienen möchte. Immerhin entstehen Kosten; einem Plattformbetreiber genau so wie einem Künstler. Das Betreiben einer Internetseite kostet bekanntlich Geld. Das Erstellen der Musikaufnahmen ist zeitintensiv und kostspielig.

Dann gibt es noch eine andere Seite, die die Verwendung erheblich erschwert: die großen Verwertungsgesellschaften und Interessenverbände wie GEMA oder die GVL.

In Deutschland ist alleine die GEMA-Vermutung ein großes Schreckgespenst ,wenn es um die Nutzung von Musik geht. Die GEMA-Vermutung besagt:

(…) Wer GEMA-freie Musik öffentlich aufführt oder gewerblich nutzt, muss, um Ansprüchen der GEMA zu entgehen, die Vermutung widerlegen, dass die genutzten Werke GEMA-pflichtig sind. Notwendig sind nach der bisherigen Rechtsprechung dafür die Nennung von Komponist, Texter, Bearbeiter und gegebenenfalls des Verlags, die an dem Werk beteiligt waren, auch dann, wenn es sich um ausländische Musik handelt. Kann die Sachlage nicht eindeutig geklärt werden, wird davon ausgegangen, dass die Musik nicht GEMA-frei ist, also zum GEMA-Repertoire gehört und somit entsprechende GEMA-Gebühren zu entrichten sind. (…) Quelle: wikipedia

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